Unser Forschungsgebiet ist so vielfältig wie die Anwendungen und Anforderungen an Systemsoftware. Dies gilt insbesondere in unserer modernen Welt mit ihrer immer stärkeren Durchdringung mit informationstechnischen Systemen.

Am Lehrstuhl für Betriebssysteme erforschen wir zum einen Fragen der Sicherheit und Leistung in Betriebssystemen. Hierzu analysieren wir die interne Ausführung von Programmen und Systemkomponenten und untersuchen Zugriffsmuster auf Ressourcen. Zur Verfolgung dieses Ziels, entwickeln wir neue Methoden zur schnellen und authentischen Systemsimulation, der deterministischen Ausführungswiederholung und der Datenerfassung. Dies erlaubt uns das Laufzeitverhalten des Systems in hoher Genauigkeit ohne Einwirkung von Seiteneffekten zu beobachten. Unsere Arbeit umfasst dabei den gesamten Software-Stack, von Anwendungen hinunter bis zu Betriebssystemen und Hypervisoren für virtuelle Maschinen.
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Ein weiterer Schwerpunkt unserer Forschung eröffnet sich durch die zunehmende Verwendung von spezialisierten Hardwarebeschleunigern wie beispielsweise GPUs und SIMD-Erweiterungen. In diesem Zusammenhang analysieren wir die Laufzeiteffekte solcher Einheiten auf die Systemleistung, etablieren neue Mechanismen für das faire Teilen von Ressourcen und erforschen Methoden zur Charakterisierung und Migration von Lasten.
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In der Betriebssystemforschung steht nichts jemals still. Selbst scheinbar gereifte Bereiche wie das grundlegende Management des Hauptspeichers müssen überdacht werden, wenn neue Technologien das Licht der Welt erblicken. Mit der Einführung von persistenten Hauptspeichern haben sich die Kriterien für Speicherzuweisungsrichtlinien erweitert und zwingen das Betriebssystem Latenz, Bandbreite, Kapazität und Energieverbrauch zu balancieren. Mit unserer Forschung zielen wir darauf ganzheitliche Ansätze zum Speichermanagement zu entwickeln, die die beste Lösung für ein gegebenes Szenario findet.
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Für Informationen über frühere Projekte kontaktieren Sie bitte Prof. Dr.-Ing. Frank Bellosa.